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"Gemeinsam gegen AIDS.
Wir übernehemn Verantwortung. Für uns selbst und andere."
Seit über zwanzig Jahren mahnt der Welt-Aids-Tag jeweils am 1. Dezember zur Prävention vor der potentiellen Ansteckungsgefahr und zur Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen.
Die Ziele sind gleich geblieben; jedoch die Ausprägung der Krankheit und ihre einschneidenden Folgen bis hin zum Tod haben sich dank des medizinischen Fortschritts heute deutlich abgemildert.
Das heißt nicht, dass eine HIV-Infektion künftig verharmlost werden darf. Es heißt auch nicht, dass wir alle im Kampf gegen AIDS nachlassen dürfen. Aber es bedeutet einen anderen Umgang mit den infizierten Menschen, denn anders als in früheren Jahren ermöglicht es der Fortschritt in der medizinischen Behandlung, dass Betroffene heute wieder eine lange Lebenserwartung haben und am gesellschaftlichen Leben umfassend teilhaben können.
Die Infektion hindert nicht mehr zwingend daran, das Leben aktiv zu gestalten, wozu durchaus auch das Arbeitsleben zählt. Das ist ein Punkt, an dem wir umdenken müssen: Die schockierenden Bilder der verheerenden Krankheitsverläufe, die wir alle noch voller Entsetzen und Mitgefühl in unseren Köpfen haben, entsprechenden heute glücklicherweise nicht mehr der Alltagsrealität der meisten Infizierten. Viele können dank umfassender medizinischer Betreuung ihren Lebensunterhalt selbst verdienen – und sie wollen dies auch. Hindernisse stellen sich einem erfolgreichen Erwerbsleben längst weniger durch körperliche Beeinträchtigungen in den Weg, als vielmehr durch überkommene Vorstellungen und teilweise auch Vorurteile in den Köpfen der Mitmenschen.
So ist es heute eine vorrangige gesellschaftliche Aufgabe, HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen ihren Platz im "normalen Leben" mitten unter uns einzuräumen, sie zum Beispiel in Arbeit zu vermitteln, sie einzustellen, sie als Kolleginnen und Kollegen zu akzeptieren oder ihr Engagement in anderen Bereichen sozialer Betätigung zu unterstützen.
An den von der WHO ausgerufenen Zielen des Welt-AIDS-Tages, dass Infizierte, Kranke und ihre Angehörigen die Unterstützung der Verantwortlichen in Politik, Medien
und Gesellschaft brauchen, hat sich nichts geändert – aber zum gemeinsamen Kampf gegen AIDS kommt heute als neue Komponente der Einsatz für die Betroffenen als durchaus leistungsfähige und höchst integrationswillige Mitglieder unserer Gesellschaft dazu. Und das ist doch eigentlich eine höchst erfreuliche neue Aufgabe für uns alle!
In Wuppertal wird auch diese Herausforderung mit einem Höchstmaß an Engagement und Professionalität angegangen. In unserer Stadt arbeiten viele Menschen, Einrichtungen und Arbeitskreise in bewährter Kooperation zusammen und bieten ein breites Spektrum von Beratung, Präventionsangeboten und Unterstützung an.
Den Welt-AIDS-Tag nehme ich gerne zum Anlass, um mich für dieses große Engagement herzlich zu bedanken.
Lassen Sie uns alle dazu beitragen, dass auch beim Thema AIDS jede Form der Stigmatisierung – sei sie auch aus Mitgefühl erwachsen – durch einen respektvollen, "normalen" Umgang mit den Betroffenen abgelöst wird.
Ihr
Peter Jung
Oberbürgermeister
Spendenkonto für die AIDS-Arbeit:
Stadtsparkasse Wuppertal
Kto.: 918 904 BLZ: 330 500 00 Stichwort: WAT 2009
Spendenverwendung:
Projekte für Menschen mit HIV und AIDS in Wuppertal
"MOHAU", Kinder-Hospiz in Pretoria, Südafrika
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